Liebe Investoren,
das erste Quartal 2026 begann für den Paladin ONE erfreulich. In den ersten Wochen des Jahres entwickelte sich der Fonds positiv und lag zwischenzeitlich rund 6 Prozent im Plus. Im weiteren Verlauf überlagerte die geopolitische Eskalation rund um den Iran-Konflikt dieses Momentum. Zum Quartalsende stand der Paladin ONE bei minus 6,4 Prozent. Der Vollständigkeit halber: in den ersten zwei April-Wochen konnten wir dieses Minus wieder aufholen.
Insbesondere Small- und Micro-Caps unterhalb dieser Indizes geraten bei globalen Verwerfungen oftmals unter starken Druck. Partiell völlig losgelöst davon, ob sich an der operativen Entwicklung der jeweiligen Unternehmen etwas verändert hat. Geringere Liquidität und eine temporär erhöhte Risikoaversion verstärken solche Bewegungen erfahrungsgemäß. Für uns als langfristig orientierte Investoren entstehen daraus mitunter Diskrepanzen zwischen Preis und Wert.
Im Folgenden ordnen wir die wesentlichen Entwicklungen im Portfolio ein: Zunächst Beteiligungen, bei denen sich operative Qualität bereits im Kurs niedergeschlagen hat. Anschließend unsere Kernposition Medios, deren jüngste Kursschwäche wir für klar überzogen halten. Und abschließend zwei Sondersituationen, bei denen wir in den kommenden Monaten eine konkrete Realisierung von fundamentalen Werten erwarten.
Operative Qualität, die sich im Kurs niederschlägt
Zalaris
Im März wurde ein freiwilliges Übernahmeangebot durch den nordischen Private-Equity-Investor Norvestor zu 100 NOK je Aktie angekündigt. Das entsprach einer Prämie von 40 Prozent auf den vorherigen Schlusskurs. Wir hatten Zalaris zuvor intern als deutlich unterbewertet eingestuft. Unsere dreistufige Renditelogik zeigte mit Blick auf die kommenden drei Jahre eine erwartete Rendite von 35 Prozent p.a., zusammengesetzt aus 8,4 Prozent Einstiegsrendite (Free Cashflow-Yield), 18,4 Prozent Ergebniswachstum und 8,5 Prozent Multiple-Uplift.
Operativ hatte Zalaris kurz zuvor in Summe überzeugende Q4-Zahlen vorgelegt: Rekorderlöse von 396,5 Mio. NOK (+8,7 Prozent yoy) und ein Gesamtjahresumsatz von über 1,5 Mrd. NOK bei einer bereinigten EBIT-Marge von 12,9 Prozent (+1,9 PP yoy). Das Mittelfristziel – 2 Mrd. NOK annualisierter Umsatz bei 13 bis 15 Prozent bereinigter EBIT-Marge bis Q4 2028 – wurde bestätigt.
Nynomic
Nynomic war unser auffälligster Kursgewinner im Quartal. Am 19. März sprang die Aktie von 8,40 auf 12,50 Euro – ein Tagesanstieg von rund 50 Prozent. Auslöser war ein öffentlich zugänglicher Substack-Artikel, der die Investmentthese um die Tochtergesellschaft LayTec aufbereitete. LayTec sei quasi monopolistischer Anbieter für In-situ-Metrologie auf Aixtron-MOCVD-Reaktoren – den Maschinen, die unter anderem Laserchips für optische Transceiver in KI-Rechenzentren herstellen. Der Autor des Artikels schätzte allein den Wert von LayTec auf 50 bis 80 Mio. Euro und damit auf ein Niveau, das nahe an oder über der gesamten Marktkapitalisierung von Nynomic lag (rund 56 Mio. Euro zum Zeitpunkt der Veröffentlichung).
In einem zweiten Substack-Artikel vom 7. April vertiefte der Autor die LayTec-These. LayTec adressiert demnach nicht nur Laserchips für KI-Rechenzentren, sondern auch Leistungshalbleiter für Elektrofahrzeuge und KI-Infrastruktur, UV-Desinfektion sowie Solarmodule. Auf dieser Basis erhöhte er seine Bewertungsbandbreite für LayTec auf 75 bis 240 Mio. Euro (11 bis 37 Euro je Nynomic-Aktie) und den Gesamtunternehmenswert auf 16 bis 45 Euro je Aktie. Das untere Ende ist durch den fortgesetzten Kursanstieg inzwischen erreicht. Das obere Ende impliziert weiteres Upside-Potenzial von 181 Prozent.
Wer tief in die Materie einsteigen möchte, kann dies in beiden Substack-Beiträgen nachlesen:
- 19. März: A monopolistic supplier in the rapidly expanding photonics segment for AI data centers, embedded within a holding company
- 07. April: LayTec – I found a hidden InP monopolist and overlooked the GaN story that will double the TAM
Operativ befindet sich Nynomic in einer Umbruchphase. Das Jahr 2025 war mit 92,6 Mio. Euro Umsatz und 2,0 Mio. Euro EBIT (2024: 7,4 Mio.) ein Übergangsjahr. Für 2026 erwartet das Management wieder 100 bis 105 Mio. Euro Umsatz bei 6 bis 8 Prozent EBIT-Marge. Die deutliche Verbesserung der Profitabilität ist dabei gut greifbar durch die Effekte des Effizienzprogramms NyFIT2025, das im letzten Jahr initiiert wurde. Die Eigenkapitalquote von Nynomic liegt bei 75 Prozent, ferner verfügte die Gesellschaft zum letzten Bilanzstichtag über eine Nettoliquidität (exkl. IFRS 16 Leasingschulden) .Nach dem starken Kursanstieg wird Nynomic aktuell mit dem 15-fachen unserer EBIT-Prognose für das laufende Jahr bewertet (nach Minderheiten). Angesichts attraktiver Wachstumschancen (s.o.) und des weiterhin fühlbaren Margenerholungspotenzials in den Folgejahren erachten wir dies als moderat. Unsere dreistufige Renditelogik impliziert nun allein aus Einstiegsrendite und organischem Wachstum eine Renditeerwartung von 15 Prozent p.a. über einen Dreijahreszeitraum. Eine weitere Multiple-Expansion ist in diesem Basisszenario bewusst nicht unterstellt. Sollte sich LayTec wie vom Substack-Autor skizziert entwickeln, dürfte sowohl unsere Wachstums- als auch unsere Multiple-Annahme zu konservativ sein.
Dermapharm
Bei Dermapharm wurde eine aus unserer Sicht bestehende fundamentale Unterbewertung weiter vom Großaktionär und nun auch vom Unternehmen selbst adressiert. Im März beschloss Dermapharm ein öffentliches Aktienrückkaufangebot für bis zu 4,3 Mio. Aktien zu 42 Euro. Das entspricht knapp 8 Prozent des Grundkapitals bei einem Rückkaufvolumen von 181 Mio. Euro. Der gebotene Preis lag immerhin knapp 10 Prozent über dem Schlusskurs der Aktie am Vortag. Das Angebot wurde mit 4,8 Mio. angedienten Aktien vollständig ausgeschöpft. Die Aktien sollen eingezogen werden.
Dabei ist der langfristige Kontext relevant. Vor dem Börsengang 2019 hielt Gründer Wilhelm Beier 100 Prozent der Anteile; nach IPO und einer Umplatzierung 2020 reduzierte sich sein Anteil auf rund 65 Prozent. Seitdem kauft Beier jedoch systematisch zurück: 2022 für 55,8 Mio. Euro (Durchschnittskurs 38,50 Euro), 2023 für 15,2 Mio. Euro (38,04 Euro), 2024 für 105,4 Mio. Euro (37,24 Euro), 2025 für 166,8 Mio. Euro (37,75 Euro). Über vier Jahre hat er rund 343 Mio. Euro investiert und damit 17 Prozent des Unternehmens zurückerworben. Sein Anteil stieg auf über 82 Prozent. Werden die nun zurückgekauften Aktien eingezogen, erhöht sich sein Stimmrechtsanteil rechnerisch auf über 90 Prozent.
Damit haben Großaktionär und Unternehmen gemeinsam exzellente Voraussetzungen für einen Verkauf geschaffen. Denn verkauft Willi Beier seine Beteiligung, könnte ein Erwerber unmittelbar einen übernahmerechtlichen Squeeze Out zu dem Preis durchführen, der im Übernahmeangebot bezahlt wird. Faktisch ist damit ein Weg mit vergleichsweise geringen Transaktionsrisiken für eine Übernahme von 100 Prozent aller Aktien geebnet.
Durch den gestiegenen Kurs hat Dermapharm aus relativer Bewertungsperspektive gegenüber anderen Portfoliopositionen etwas an Attraktivität verloren. Durch das realistische Übernahmeszenario sehen wir aber eine zunehmend greifbare Sondersituation, mit Potential, hier eher früher als später einen höheren Wert für die Aktien erzielen zu können.
Kursschwäche, die wir für überzogen halten
Medios
Medios ist mit knapp 10 Prozent Gewichtung eine unserer Kernpositionen. Der Kursverfall im Quartal fällt zusammen mit der Vorlage des Geschäftsberichts 2025, deren begleitende Kommunikation ausbaufähig ist. Nicht ungewöhnlich, wenn ein neuer Vorstand über ein Geschäftsjahr berichtet, dass er noch nicht zu verantworten hatte. Wir sehen darin vor allem eine Chance: Das neue Vorstandsteam kann die Kapitalmarktkommunikation nach vorne deutlich professioneller gestalten und damit einen wesentlichen Grund für die Kursschwäche adressieren.
Was 2025 erreicht wurde: Der Konzernumsatz stieg um 10,4 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Das bereinigte EBITDA (pre) erhöhte sich überproportional um 17,8 Prozent auf 93,1 Mio. Euro. Die EBITDA-pre-Marge verbesserte sich von 4,2 Prozent auf 4,5 Prozent. Das um Working-Capital-Effekte bereinigte Brutto-Cashflow-Wachstum lag bei +26 Prozent.
Besonders aufschlussreich ist der Unterschied zwischen berichtetem und bereinigtem Ergebnis je Aktie (EPS): Das berichtete EPS lag bei 0,61 Euro, das bereinigte EPS bei 1,94 Euro. Das berichtete EPS wurde durch nicht-operative Sondereffekte verzerrt, unter anderem durch eine IFRS-bedingte Aufwertung von Put-Optionsverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Ceban-Beteiligung um 9,1 Mio. Euro – ein Effekt, der erst 2027 cash-wirksam wird und im Kern sogar Ausdruck eines stärker als erwarteten Geschäftsverlaufs bei Ceban ist. Das bereinigte EPS exkludiert aber insbesondere PPA-Abschreibungen, die sich nach IFRS ausschließlich infolge von vergangenen Zukäufen ergeben. Da ihnen kein Cash-Abfluss gegenübersteht und es ein rein buchhalterischer Effekt ist, erachten wir die Bereinigung als sachgerecht. Damit liegt das bereinigte KGV für das vergangene Jahr bei lediglich 6,6x.
Was 2026 erwartet wird: Für das laufende Jahr prognostiziert Medios Umsatzerlöse von 2,0 bis 2,12 Mrd. Euro und ein EBITDA pre von 94 bis 102 Mio. Euro. Auf Basis der Prognosemitte ergäbe sich eine weitere Margenverbesserung auf 4,8 Prozent. und ein mittleres einstelliges organisches EBITDA-pre-Wachstum.
Warum wir die Bewertung für unangemessen halten: Medios wird auf Basis unserer Prognose für 2026 mit einem Forward EV/EBITDA von 4,1x bewertet. Die Free-Cashflow-Yield ohne Working-Capital-Veränderungen liegt bei 14,5 Prozent. Ein gedankliches Experiment verdeutlicht die Dimension: Würde Medios nicht mehr wachsen und den gesamten Free Cashflow in Aktienrückkäufe investieren, wären rechnerisch in weniger als sechs Jahren sämtliche Aktien zurückgekauft. Das vereinfacht natürlich – allein die damit einhergehende Aktienverknappung würde einen unveränderten Kurs unrealistisch machen. Aber die Arithmetik zeigt, wie günstig Medios aktuell bewertet ist.

Der internationale Compounding-Peer Fagron wird laut fiscal.ai mit einem Forward EV/EBITDA von 8,6x bewertet. Würde sich die Bewertung von Medios auf dieses Niveau anpassen, ergäbe sich ein Kurs von rund 30 Euro – mehr als das Doppelte des heutigen Niveaus. Wir halten das Chance-Risiko-Verhältnis für deutlich asymmetrisch.
Personell sehen wir Medios gut aufgestellt für die nächste Phase. CEO Thomas Meier hat bei Bachem eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in einem klar geführten Geschäftsmodell steckt: Innerhalb seiner CEO-Tätigkeit (Jan. 2020 bis Dez. 2025) gelang dort eine signifikante Steigerung des Gewinns je Aktie (2019: 0,78 CHF vs. 2025: 1,98 CHF; +17% p.a.) . Die EBITDA-Basis von Medios ist heute ähnlich groß wie bei Bachem vor 5 Jahren. Und: jeder Euro EBITDA von Bachem wurde zum Zeitpunkt seines Wechsels etwa 5x höher bewertet als aktuell bei Medios (Trailing EV/EBITDA von Bachem Ende 2024: 22x).
Zum 15. April startet zudem Stefan Bauerreis als neuer CFO. Er bringt langjährige Erfahrung als CFO von Stabilus sowie aus leitenden Finanzfunktionen bei der Schaeffler-Gruppe mit. Zusammen mit den bestehenden beiden Vorständen, Christoph Prusseit und Constantijn van Rietschoten, ist das Team unserer Meinung nach sinnvoll zusammengestellt für die kommenden Jahre.
Ein weiteres Aktienrückkaufprogramm erscheint angesichts der robusten Bilanz (Net Debt/EBITDA: 0,9x), der damit verbundenen hohen inkrementellen Kapitalrendite und des konjunkturresistenten Geschäftsmodells nicht nur möglich, sondern geboten.
Sondersituationen mit konkretem Zeithorizont
MPC Energy Solutions
MPC Energy Solutions befindet sich faktisch im Abwicklungsmodus. Die Gesellschaft – ein unabhängiger Stromerzeuger mit Solar-Projekten in Lateinamerika – veräußert aktuell systematisch ihre Projektpipeline. Im November 2025 wurde der Verkauf des bisher größten Projekts „San Patricio“ in Guatemala (66 MWp) sowie „Santa Rosa & Villa Sol“ in El Salvador vereinbart. Der erwartete Eigenkapitalerlös liegt bei rund 27 Mio. USD. Das Closing wird zum Ende des zweiten Quartals 2026 erwartet.
Nach Closing dürfte die verfügbare Liquidität bei rund 14,50 NOK je Aktie liegen – über dem aktuellen Aktienkurs von 13,30 NOK. Wir erwarten im dritten Quartal eine Ausschüttung in Höhe von knapp 90 Prozent der aktuellen Marktkapitalisierung. Denn das Management kommunizierte, man beabsichtige, die Verkaufserlöse und möglicherweise einen darüber hinausgehenden Betrag an die Aktionäre auszuschütten.
Die verbleibende Upside-Optionalität liegt in den Projekten in Kolumbien und Mexiko. Werden diese in den kommenden 18 Monaten zu oder nahe am Buchwert veräußert, sehen wir einen Liquidationswert von 18 bis 20 NOK je Aktie – ein Potenzial von 35 bis 50 Prozent. Die Asymmetrie ist klar definiert: Nach unten besteht eine substanzielle Cash-Deckung, nach oben ein Liquidationsszenario mit konkretem Zeithorizont.
Brockhaus Technologies
Brockhaus Technologies hat Ende Dezember 2025 den Verkauf seiner größten Tochtergesellschaft Bikeleasing angekündigt. Im März stimmte die außerordentliche Hauptversammlung dem Verkauf zu – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Transaktionsabschluss. Ausstehend ist noch das Inhaberkontrollverfahren der BaFin. Nach Vollzug erwartet die Gesellschaft einen Cash-Zufluss von rund 240 Mio. Euro. Das entspricht etwa 23 Euro je Aktie (bezogen auf 10,5 Mio. ausstehende Aktien nach Abzug eigener Bestände). Der Wirtschaftsprüfer attestiert der verbliebenen Tochtergesellschaft IHSE zusätzlich einen Equity Value von rund 51 Mio. Euro – weitere 5 Euro je Aktie. In Summe ergibt das 28 Euro je Aktie.
Dem steht ein Aktienkurs von rund 16 Euro gegenüber. Selbst unter Berücksichtigung möglicher Abschläge, beabsichtigter Bonuszahlungen und Abwicklungskosten ergibt ein konservatives Liquidationsszenario 25 bis 26 Euro je Aktie – knapp 60 Prozent über dem aktuellen Kurs. Die Downside erscheint durch den bevorstehenden Cash-Zufluss begrenzt.
Der Vorstand prüft derzeit alle Kapitalallokationsoptionen. Auf der Hauptversammlung im November 2025 wie auch auf der außerordentlichen Hauptversammlung im März haben zahlreiche Aktionäre eine vollständige Liquidation gefordert. Wir teilen diese Einschätzung. Der Aktienkurs deutlich unter dem absehbaren Cash-Bestand zeigt die Vorbehalte des Kapitalmarkts gegenüber einer Fortführung.
Unser Team – kleiner, schneller, fokussierter
Das langjährige Führungsteam Marcel Maschmeyer und Matthias Kurzrock wurde nach außen um eine wichtige Säule ergänzt: Sebastian Weidhüner – uns seit 2018 bekannt, als er unter 53 Teilnehmern unseren Wettbewerb für die beste Aktienanalyse für sich entscheiden konnte, und seit 2023 als Analyst bei Paladin tätig – hat zu Jahresbeginn Prokura erhalten. Analyse und Fondsberatung der Paladin Invest werden heute von diesem Dreiergespann verantwortet, das sich bewusst schlanker aufgestellt hat. Wir fühlen uns in dieser Konstellation fokussierter und dynamischer als je zuvor.
Der Grund liegt auch in der parallel konsequenten Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in unseren Investmentprozess. Eine Abgrenzung ist uns dabei wichtig: KI ersetzt für uns nicht das eigene Urteilsvermögen. Die Investment-These, die finale Bewertung und die Anlageentscheidung bleiben Kernkompetenz unseres Teams. Unsere DNA – tiefe fundamentale Analyse, die über das hinausgeht, was der Markt sieht – bleibt unangetastet.
Was KI für uns konkret verändert: Wir können heute deutlich mehr Investmentideen auf Basis strukturierter Checklisten vorfiltern. Etwa durch systematisches Abklopfen von Warnsignalen („Red Flags“), Management-Vergütungsstrukturen oder der Prognosegüte des Vorstands anhand historischer Finanzberichte. Das ermöglicht uns, die Deep-Research-Zeit gezielt dort einzusetzen, wo der initiale Qualitätscheck bereits bestanden ist. Darüber hinaus unterstützt uns KI im laufenden Monitoring bestehender Beteiligungen.
Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass sich KI-Tools sehr schnell weiterentwickeln. Aufgrund unserer kurzen Entscheidungs- und Berichtswege können wir neue Entwicklungen in diesem Bereich schnell implementieren. Wir stehen gerne für einen Austausch bereit.
Im Ergebnis ermöglicht uns die Technologie, uns auf die Kerntätigkeiten zu konzentrieren: Ideengenerierung, Anlageentscheidungen und Investorenkommunikation. Standardisierte Prozesse lagern wir konsequent an unsere Partner aus. Auch wenn wir heute weniger Köpfe zählen, haben wir kapazitätsseitig deutlich zugelegt. Wir sind überzeugt, dass sich dieser strukturelle Vorteil perspektivisch auch in der Fondsentwicklung widerspiegeln wird.
In Summe
Wenn wir das Portfolio heute betrachten, sehen wir eine attraktive Konstellation: Konkrete positive Entwicklungen auf Unternehmensebene, Übernahmeangebote, Insiderkäufe und operative Fortschritte, bei gleichzeitig zurückgekommenen Bewertungen durch ein geopolitisch eingetrübtes Marktumfeld.
Unser Investmentansatz bleibt zielgerichtet: Wir investieren dort, wo der heutige Preis in Relation zu Höhe und Planbarkeit zukünftiger Cashflows besonders attraktiv ist.
In diesem Sinne wünschen wir einen guten Start in den Frühling und sind – wie immer – offen für Feedback und Fragen. Darüber hinaus stehen wir jederzeit gerne für Gruppen- oder Einzelgespräche zur Verfügung.
Herzliche Grüße
Das Paladin Invest-Team